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Vita

 

Im jüngsten Alter von gerade mal einigen Sekunden erblickte ich schon das Licht der Welt. Dass aus meiner Sicht die Welt Kopf stand, wirkte auf mich zunächst einmal äußerst verstörend. Erst nach der beherzten Drehung der Säuglingsschwester ordnete sich allmählich mein Blick auf das irdische Geschehen.

 

Die ambitionierte musikalische Früherziehung, die mir elterlicher Weise zuteil wurde, begann mit einer Rassel, die nach erkannter Hochbegabung bald durch eine Trillerpfeife abgelöst wurde. Ein Glockenspiel hielt meiner Virtuosität nicht stand, und so begann ich auf Anregung meiner Mutter hin, mich dem pädagogisch wertvollen Blockflöten-Spiel zu widmen.

 

Aufgrund mehrfach auftretenden Tinnitusbe-schwerden seitens vereinzelter Familienmitglieder infolge der spielerisch voll ausgenutzten klanglichen Möglichkeiten meines Instruments, der übrigens auch den Dackel nicht verschonte, entschied meine Mutter, mir zu meinem ersten runden Geburtstag eine Klampfe zu schenken - da ich von dem Song "Dominique dominique" der beiden frommen Schwestern "Les soeurs sourises" äußerst inspiriert war.

 

Obwohl es sich in diesem Falle um eine Wandergitarre gehandelt hatte, ist mir die Wanderslust stets fremd geblieben. Ich bekam eine Gitarrenschule und einen dazu passenden Lehrer, der allerdings auf Grund einer Kriegsverletzung mir die Übungen lediglich auf dem Klavier andeuten konnte.

 

Als ich nach eifrigstem Üben in der Lage war, mich bei "Heißa Katreinerle" und "Schlaf Kindchen schlaf" selbst zu begleiten, gab es für mich kein Halten mehr - mein Holz und ich wurden zu einer Symbiose.

 

Mein erster Auftritt war gleich von Begeisterungspfiffen begleitet. Die galten allerdings, wie sich erst später herausstellte, dem Hausmeister, der die Ausgangstür geöffnet hatte.

 

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